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BARFEN


Das Akronym BARF wurde zuerst von der Amerikanerin Debbie Tripp genutzt, um die Leute zu bezeichnen, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernähren, und um das Futter selber zu bezeichnen. In diesem Fall bedeutete das Akronym Born Again Raw Feeders (neugeborene Rohfütterer) oder Bones And Raw Foods (Knochen und rohes Futter).


Eingedeutscht wurde es unter dem Begriff: "Biologisches Artgerechtes Rohes Futter".

Barf oder BARF ist also eine Methode zur Ernährung fleischfressender Haustiere, die primär für den Hund praktiziert wird. Die Entwickler von Barf orientierten sich dabei an den Fressgewohnheiten der Wölfe. In diesem Sinne wird ausschließlich rohes Fleisch, Knochen und Gemüse verfüttert, wobei der Tierhalter für die ausgewogene Zusammensetzung selber sorgen muss. Mittlerweile gibt es jedoch Unternehmen, die diese Marktlücke erkannt haben und eine Fütterung mit Barf einfacher gestalten.

Des weiteren gibt es eine Reihe von Herstellern, die sich auf die spezielle Zubereitung von Futterergänzungsmitteln (Gemüse-, Obst- Vitamin- und Mineralien-mischung) für eine ausgewogene Ernährung aus rein natürlichen Zutaten spezialisiert haben.


Man sagt, dass ein Hund bei normaler körperlicher Anstrengung etwa 3% seines Körpergewichtes täglich an Nahrung zu sich nehmen sollte. Davon sollten 80%Fleisch und fleischige Knochen sein und 20% Gemüse und Obst (wobei der Schwerpunkt auf Gemüse liegen sollte). 

Bei einem erwachsenen oder jugendlichen Hund mit 30kg Körpergewicht wären das also täglich 900g Nahrung. 

Davon 700g- 800g Fleisch und fleischige Knochen und 100g-200g Gemüse und Obst. Dabei ist zu beachten, dass frisches Gemüse püriert oder gegart werden muss, damit der Hund pflanzliche Nahrung verwerten kann.

 Diese Mengen sind ca.- Angaben, die sich je nach Aktivität und Stoffwechsel natürlich anders verhalten. Sie sollten als ungefähre Angabe zur Kalkulation dienen, nicht als Gesetz! 

Die Fleischmenge sollte in einem ausgewogenem Verhältnis aus Muskelfleisch und Innereien bestehen. Als Faustregel gilt hier:

20-30% durchwachsenes Muskelfleisch, 30-40% Pansen/Blättermagen, 10-15% Innereien, 20-25% fleischhaltige Knochen/Knorpel.

Die Mahlzeiten sollten abwechslungsreich sein und aus unterschiedlichen Fleischquellen wie

z.B.Rind, Geflügel, Wild, Pferd, Schaf zusammengesetzt werden. Muskelfleisch und Innereien wechseln Sie ab, genauso wie Obst und Gemüse. Zur Absicherung einer Aufnahme von essentiellen Fettsäuren hat sich die Zufütterung von kaltgepressten Ölen bewährt 


Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von mehreren Wochen statt, wie es auch in der Natur passiert und wie wir es mit unserer eigenen Ernährung handhaben. 

Passen Sie die Menge des Futters Ihrem Hund individuell an. So sollten Leistungshunde, wie z.B Schlitten- oder Hüte-hunde aufgrund Ihres hohen Energiebedarfs, anders ernährt werden als ein Haushund auf dem Sofa .


Barf ist mittlerweile nicht mehr alleine auf Hunde beschränkt, auch Katzenhalter bieten diese Ernährungsweise ihren Tieren an.


Allerdings benötigen Katzen als reine Karnivoren (Fleischfresser) nur Fleisch, da sie naturgemäß Organe und Innereien ihrer Beutetiere verschmähen.

Ballaststoffe zur Anregung der Darmtätigkeit werden hier über die Aufnahme von Fell und Federn gewährleistet.

Erwachsene Katzen bekommen 3 bis 4 Mahlzeiten, die Fütterungsmenge hängt stark von Alter, Aktivität und Körperbau der Katze sowie der Energiedichte des Futters ab.

Die ungefähre Rohfuttermenge beträgt 30 bis 50 Gramm pro Tag und kg Körpergewicht.

Alle Zutaten sollten möglichst abwechslungsreich gestaltet werden, angefangen von der Fleisch-/Tiersorte (Hühner, Puten, Kaninchen, Mäuse etc.) über das Alter/Geschlecht (Hähnchen, Legehühner, Eintagsküken etc.) und den Körperteilen (Brust, Keule, Bauch, Herz, Magen, Hals etc.).

Mit der Verfütterung von Muskelfleisch, Magen, Herz und Leber erhält Ihre Katze genügend Taurin, sodass dieses nicht extra zugefüttert werden muss.Meeresfrüchte liefern zusätzlich das lebensnotwendige Taurin und werden genau so gerne gegessen wie Salzwasserfische, die die notwendigen Fettsäuren liefern. Auch hier ist Abwechslung wichtig. So können Sie außer Hering auch Makrele oder Lachs sowie Garnelen füttern.

 

 

Vorteile des Barfens:

- kein Zahnstein 

- Kein übler Katzengeruch

- Weniger Parasiten

- Starkes Immunsystem

- Wesentlich kleinere Kotmengen

- Starke Bänder und Sehnen

- Bessere Muskulatur

- Weniger Wachstumsprobleme

- weniger Nieren – und Harnwegsprobleme

- Schönes, gesundes, glänzendes Fell


 


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